Kurzentschlossen  zum Erfolg


Mutig, tollkühn, couragiert - manche Geschichten mit k brauchen nicht viele Worte. So eine ist die von Melani D., die am letzten Wochenende spontan und voller Leidenschaft ein Feuerwerk aufs Parkett gelegt hat.

In Jeans aufs Treppchen. Wie das geht? Im Interview erfahren Sie mehr....

Siegerinnen Deutsche Meisterschaften 2015 Latein C

Bildquelle: Flickr/ Dörte Lange

Kopf ab oder Tatort Kallersche Gärten

Margeritenbusch_Kallersche_Gaerten

Zwei Stunden lang habe ich neulich Köpfe abgeschnitten. Schnipp. Schnapp. Einen nach dem anderen. Ratsch – auch mal ein ganzes Bündel Blütenköpfe, wenn alles zu spät war. Auf den Knien im Beet rückst du nur ganz mechanisch zum nächsten Busch vor. Oder du wechselst die Stellung, sobald dir bei der ungewohnten Tätigkeit die Knie ächzen. Sonst passiert nicht viel. Die Hände beschäftigen sich wie von selbst. Gedankenwellen fluten sanft hin und her. Schnipp. Schnapp.

Wie gut es tut, ab und zu mal ein paar alte Köpfe abzuschneiden. Genau wie verblühte Gedanken. Die nicht mal schlecht gewesen sind. Sie haben genauso geblüht wie andere und zum Zauber sommerlicher Schönheit beigetragen. Zu ihrer besten Zeit waren sie genau am richtigen Platz. Sie sind gekeimt, waren winzige Knospen, haben sich entwickelt und bekamen Bienenbesuch. Sie haben sich Nahrung und Wasser aus der Erde gezogen, wurden von der Sonne gewärmt und dann im genau richtigen Augenblick – oft wissen Margeritenblüten es ebenso gut wie unsere Gedanken, wann es Zeit ist, die Blütenblätter zu entfalten – haben sie sich der Welt geschenkt. Dann strahlen sie eine Zeitlang vor sich hin. Wie kleine Sonnen erfreuen sie sich an sich selbst und bezaubern jeden der vorbeigeht.

Und eines Tages ist es vorbei. Man sagt ‚sie hatten ihre Zeit‘. Sie verblassen und verdorren, werden zum unansehnlichen Fleck am Strauch.

Komfortzonengrenzen sprengen – so geht’s in fünf überschaubaren Schritten      

flickr_robin_hutton_comfortzone_smallDer Sommer ist die richtige Zeit für ein kleines Abenteuer. Lassen Sie uns Komfortzonengrenzen sprengen…

Ich habe es getan. Hab‘s riskiert. Und muss sagen, es war nicht der leichteste Tag in meinem Leben. Doch jetzt ist es soweit und ich bin stolz drauf wie Bolle. Endlich ist meine höchstpersönliche Komfortzonengrenze gesprengt. Ob es sich gelohnt hat? Tja …

Wie gut kennen Sie Ihre Komfortzone?

Ja genau - diese mentale Kuschelecke, in der wir uns wohl und behütet fühlen. In deren gepolsterten Grenzen wir uns behaglich eingerichtet haben, wie in einer gut belüfteten, blumenmustertapezierten Gummizelle mit Roomservice. It’s safe babe.

Nein – kein Wort gegen Komfortzonen. Sie besitzen vorbehaltlose Berechtigung für jede von uns, der ihre Sicherheit lieb und teuer ist. Sie beschützen uns vor der Gefahr, unsanft zu landen, falls wir plötzlich Lust auf‘s Gleitschirmfliegen bekommen. Sie bewahren vor potentiellem Spott der Welt, beim Drang ad hoc eine flammende Rede zum Schutz der Pandas auf dem Rathausmarkt loszulassen. Auch frustrierenden Anfällen von Selbstmitleid, a la „Siehste, hab’s doch gleich gewusst, der Chefposten ist einfach eine Nummer zu groß für dich“, verwehren Komfortzonengrenzen den Zutritt. Sie bilden unser zuverlässiges Bollwerk gegen all die niederträchtigen Reaktionen, die uns drohen, sobald wir uns ungefragt auch nur einen Zentimeter zu weit aus dem Fenster lehnen.

Doch leider haben Komfortzonengrenzen Löcher...

Von Frauen und Kakadus

Frauen und KakadusIn der WELT von heute eine Randnotiz: Kakadus, die planen und ihren Fressimpuls zeitweilig unterdrücken können, wenn dafür leckerere Nahrung in Aussicht steht. Papageienvögel seien in der Lage zwischen sofortigem Nutzen und künftigem Gewinn abzuwägen, schreiben Forscher der Universität Wien. Sie rückten Futter einer gewöhnlichen „Leckereien-Stufe“ wieder raus, wenn sie im Tausch dafür etwas besonders Leckeres erwarten können.

Das erinnert mich an das Marshmallow-Experiment der späten Sechziger. Kindern, die der Verlockung der süßen Versuchung länger standhielten, bescheinigte man in Kontrollstudien in den Neunzigern höhere schulische und universitäre Erfolge. Seither zählt man die Fähigkeit, einen langfristigen Nutzen dem kurzfristigen vorzuziehen zu den Zeichen höherer Intelligenz. Das ist sicher nicht von der Hand zu weisen.

In der Welt um uns herum ist Geduld allein das falsche Signal, wenn in Gesundheits- und Pflegeberufen noch immer Frauen von hoher fachlicher und sozialer Kompetenz keine angemessene finanzielle Anerkennung erzielen können. Geschweige denn, wenn wir uns in einer zunehmend alternden Gesellschaft fragen müssen, wo denn der Nachwuchs in dieser Branche herkommen soll.

MEHR Verdienst für viel Dienstist das Motto des Equal Pay Day 2013 in Hamburg.

Sie haben immer die Wahl – aushalten, abwarten, daran glauben, dass noch etwas Besseres kommt. Oder jetzt und sofort etwas für den gerechten Ausgleich tun - für unsere Gesellschaft und für sich selbst. Wenn Sie anpacken und sich Anregungen und Handwerkszeug für ihr berufliches Weiterkommen holen wollen:

Herzlich willkommen auf dem Equal Pay Day in Hamburg

  • 21. März 2013
  • 17:00 – 21 Uhr
  • in der Patriotischen Gesellschaft, Eingang Börsenbrücke 10

Das Programm in Hamburg mit Speednetworking, Podiumsdiskussion und gratis Coaching

Das Programm in Deutschland

Übrigens – auch die Kakadus warten nicht mit unendlicher Geduld auf ihre Cashewnuss. Die Hälfte entschieden sich nach vierzig Sekunden neu.

Geduld können. Packen wir Beharrlichkeit und Entschlossenheit dazu. Dann müssen sich Frauen nicht länger mit kleinen Bröckchen zufriedengeben.