und außerdem

 

Comply or Die oder Zurück ins Büro                                                                                                               

 

Kontrolle im Büro

Eine interessante Back-to-the-roots Entwicklung greift Kara Swisher in Ihrem Artikel Physically together auf. Sie kommentiert und veröffentlich das YAHOO Memo, das CEO Marissa Mayer gerade an ihre Mitarbeiter versenden ließ. In diesem Memo fordert Mayer dazu auf, in Zukunft wieder Seite an Seite zu arbeiten und will damit dem flexiblen Home-Office-Treiben ein Ende setzen.

Diskussionsstoff auch für Deutschland, nicht nur in der stets aktuellen Frage vieler ambitionierter kompetenter Business-Frauen, die täglich um die Vereinbarkeit von Job und Familie ringen.

 

Keine Frage:

  • Jeder Dienstleister sollte für seine Kunden komfortabel erreichbar sein.
  • Jeder Mitarbeiter sollte sich den Interessen des Unternehmens verpflichtet fühlen, auf dessen Gehaltsliste er steht.
  • Bei aller Virtualität der Zusammenarbeit braucht es Gelegenheiten, in den Kollegen und Chef physisch zusammentreffen. Erfahrene Teamleiter und Projektmanager wissen, dass jedes virtuell geführte Team reibungsloser zusammenarbeitet, wenn die Menschen im Team sich persönlich kennen.

Jedoch:

  • Erreichbarkeit sollte 2013 keine Frage der persönlichen Anwesenheit im Büro mehr sein, technische Möglichkeiten zur erfolgsorienterten Collaboration sind genug vorhanden.
  • Auch wenn, wie Mayer es begründet, 'Kommunikation und Zusammenarbeit wichtig sind' lässt sich aus der 'Notwendigkeit, Seite an Seite zu arbeiten' wirklich eine „jetzt-alle-zurück-ins-Büro-Doktrin“ ableiten? Braucht es nicht andere Werkzeuge, um Commitment zur Aufgabe und zum Unternehmen sowie Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter und Kollegen zu vertiefen?
  • Nutzen Team- und Projektleiter ausreichend Meßkriterien und –instrumente, um realistisch einzuschätzen, dass nicht nur Aufgaben zielgerichtet erledigt werden sondern auch der gemeinsame Unternehmenszweck im Fokus bleibt?

Sollten wir deshalb nicht besser darüber nachdenken, wie es Führungskräften gelingen kann:

  • den Sinn einer Aufgabe so zu verdeutlichen, dass eigener Antrieb beim Mitarbeiter entsteht, mitzugestalten
  • Flexibilität der Arbeitszeiten und -orte für beide Seiten so auszuhandeln, dass Motivation und Zielerfüllung Hand in Hand gehen
  • alles zu unternehmen, dass die Instrumente, die virtuelle Teamarbeit unterstützen sollen, nicht nur schick und trendy sind, sondern diesem Zweck auch angemessen. Und wie Mitarbeiter – auch jene jenseits der Generation ‚Digital Cowboys‘ – einen echten Anreiz bekommen, diese zu nutzen?

Das braucht viel Gesprächsbereitschaft, Kommunikationstalent und Reisefreudigkeit der Chefs – vielleicht sogar bis in die Homeoffices. So werden Führungskräfte zu Moderatoren von Prozessen und Ergebnissen. Und weniger zu Kontrollettis.

Uns interessiert:

  • Wie halten Sie es mit der Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz?
  • Wann ist für Sie ein Auftrag erfolgreich abgeschlossen?
  • Wie schaffen Sie eine Kultur der Zusammengehörigkeit im Sinne des Unternehmenszwecks?
  • Stimmen Sie Marissa Mayer zu, dass eine Partizipation an der Unternehmenskultur nur durch persönliche Anwesenheit im Büro möglich ist?

Für alle Frauen, die 2013 viel vorhaben: Geld stinkt nicht!

 

Ein wirklich treffender Artikel flattert mir
gerade über Saal Zwei ins Haus

Danke Ladies für Euer großartiges Lesefutter
in diesem Jahr.

The gender pay gap – natürlich ist schon sooo
viel darüber gesprochen worden. Jetzt ist es Zeit zu handeln.

Unter dem Titel “How to attack the gender gap“ geht es mit ersten Tipps gleich klar zur Sache:

  1. Nennen Sie niemals zuerst Ihre Gehaltsvorstellung als festen Betrag.
  2. Bieten Sie eine Bandbreite an, wenn man es doch aus Ihnen herausgeleiert hat.
  3. Nennen Sie nicht das Gehalt aus Ihrem letzten Job, es sei denn, Sie werden explizit danach gefragt.
  4. Nutzen Sie Begriffe wie „Einstiegsangebot“ – das lässt Ihnen Verhandlungsspielraum.
  5. Sagen Sie niemals sofort Ja zu dem, was man Ihnen anbietet.

Gehören Sie auch noch zu denjenigen, die Fragen für nicht ladylike halten? Vergessen Sie es. Hier hatte ausnahmsweise mal jede Oma recht, die Ihnen mit auf den Weg gegeben hat: „Mädchen, wer nicht fragt, der nicht gewinnt.“ Das gehört zu einem souveränen Auftritt einfach dazu.

Wirft man uns Zickigkeit vor, sobald wir tough verhandeln - sei's drum. Dann lächeln wir halt dabei und behalten unser handfestes Ziel entspannt im Auge.

Klingt das nicht nach einem guten Vorsatz für 2013?

Damit vielen Dank allen Leserinnen und Lesern, Klientinnen und Klienten für ein ereignisreiches 2012, Ihnen allen entspannte Feiertage und ein entschlussfreudiges neues Jahr.

Ihre Katrin Klemm

 

Mach mir’s. Mach mir’s gut. Aber ein bisschen billiger ...

Das finden Sie anstößig? Wir auch. Doch ist es Realität in unserem Land, dass auch 2012 Frauen dreiundachtzig Tage länger arbeiten müssen, um bei gleicher Leistung auf das gleiche Gehalt oder Honorar zu kommen wie ihre männlichen Kollegen.

Frauen verdienen

 

Natürlich sind diese Zahlen rein statistisch betrachtet. Natürlich wird es vereinzelt Frauen geben, die besser verdienen als ihre Kollegen. Und das ist gut so. Doch es sind noch viel zu wenige.

Wenn Sie  - ganz gleich ob als Selbständige oder Angestellte - das Gefühl haben, Sie verdienen noch nicht, was Sie verdienen, herzlich willkommen zum

Equal Pay Day am 23. März ab 17.30 Uhr

in den Räumen der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6, 20457 Hamburg

Das Programm

17:30 Einlass
17:45 Eröffnung durch den BPW Club Hamburg und das Interkulturelle Frauenwirtschaftszentrum
18:00 Speednetworking mit Katrin Klemm als Moderatorin
18:30 Grußwort Kersten Artus, Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft
18:40 Impulsvortrag "Mehr Wert - Ursachen von Lohnunterschieden gezielt angehen. Ergebnisse eines Praxisprojektes"
Dr. Susanne Dreas, KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V., Bereichsleiterin Frau & Karriere
19-20 moderierte Diskussion
20-21 kostenloses Coaching
20-21 Get together Austausch/ Infotheke


Die Podiumsdiskussion

  • Christine Wolff, aktuell Studiengang Master of Business Administration and Honourable Leadership, bis 2010 Geschäftsführerin für die Region Europe & Middle East der URS Corporation, die Financial Times Deutschland zählt sie zu den Top 101 Frauen der deutschen Wirtschaft
  • Sylvia Tarves, Geschäftsführerin LEADING WOMEN - Personal– und Strategieberatung für Vermittlung von weiblichen Führungskräften und Gender Diversity Consulting.
  • Agnes Schreieder, ver.di, stellv. Landesbezirksleiterin Hamburg
  • Corinna Nienstedt, Handelskammer Hamburg, Geschäftsbereich International und Ansprechpartnerin für Grundsatzfragen zum Thema Frauen in der Wirtschaft
  • Prof. Dr. iur. Ulrike Lembke, Universität Hamburg, Juniorprofessorin für Öffentliches Recht und Legal Gender Studies
  • Moderation: Funda Erler, freie Journalistin

Warum Deutschland im Gender GAP fast das Schlusslicht in Europa bildet hier.

 

 

 

Frech - frei - sexy: Die ClownIn als persönlicher Humorcoach                                                                         

... der Vortragsabend am 6. September 2011 beim BPW Hamburg mit Uli Tamm und Katrin Klemm ist leider ausgebucht. Wenn Sie diesen Impulsvortrag einmal in Ihrem eigenen Haus haben möchten, sprechen Sie mich gern an: Kontakt

 

Viele Menschen mögen Clowns nicht besonders. Sie repräsentieren all das, was ein Mensch in der Gesellschaft nicht darf. Sie scheinen das Leben nicht ernst zu nehmen. Sie scheinen nicht hart zu arbeiten, nichts gelingt ihnen und dauernd machen sie alles falsch. Clowns sehen seltsam aus, mit einem Wort: sie sind fremd, faul, frei und ungeschickt. Doch Beispiele für bekannte und gesellschaftlich erfolgreiche ClownInnen gibt es in Hülle und Fülle. Denken wir nur an Gardi Hutter, die als erste deutschsprachige Clownin weltberühmt wurde; oder an Jutta Wübbe (Marlene Jaschke!), die es verstanden hat, ihre persönliche Geschichte zur Grundlage ihrer ganz speziellen, umwerfenden Komik zu machen.

An diesem Abend wird uns Uli Tamm, Schauspielerin, Regisseurin und seit 2000 Leiterin der Clown Schule Hamburg in einem Impulsvortrag vorstellen, was es heißt, als ClownIn immer wieder das Experiment zu wagen, mutig aufzutreten und eine Beziehung zu wildfremden Menschen herzustellen. Das fällt den wenigsten von uns leicht und ist doch gleichzeitig Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere.

Der Clown/ die Clownin als persönlicher Humorcoach – dazu ist es nicht zwingend notwendig, eine rote Nase ins Gesicht zu stecken oder in der Jackentasche zu tragen. Humorvolle Chefinnen stehen in der Beliebtheitsscala ganz oben – unter anderem deshalb, weil sie sich in einem schwierigen Mitarbeitergespräch nicht in den Konflikt verwickeln. Sie können anstrengungslos die Perspektive wechseln. So entzerren sie festgefahrene Situationen und sorgen auf beiden Seiten für Entspannung, vielleicht sogar Lachen – ohne Prestigeverlust. Im Gegenteil: sie gewinnen ihren Mitarbeitern gegenüber an Profil.

Als BPW-Clubfrau wird Katrin Klemm, Coach und Kommunikationstrainerin, an diesem Abend aus dem Nähkästchen plaudern, wie sie den Weg zu Ihrer ClownIn gefunden hat und was sich dadurch in ihrem Business verändert hat.